Freitag, 27. Februar 2026
Lesedauer: 14 Minuten
Es gibt Tage, an denen fragt man sich, warum man sich das eigentlich antut. Minus zwei Grad, vier Beaufort Wind direkt ins Gesicht und ein vollgepackter Rucksack auf dem Rücken. Während andere ihren Samstag gemütlich auf dem Sofa verbringen, stapfe ich mit meinen zehn Kilogramm Ausrüstung von Niendorf nach Travemünde und zurück. Fast 20 Kilometer entlang der Ostseeküste, vorbei an dramatischen Abbruchkanten, durch Wälder und über Strände.Aber genau solche Tage sind es, die dich als Thru-Hiker weiterbringen. Die dir zeigen, wo du stehst und was noch geht. Die dich mental und körperlich auf größere Projekte vorbereiten. Und manchmal sind es auch die Tage, an denen du lernst, dass nicht die Natur die größte Herausforderung ist, sondern die Menschen, denen du begegnest.
Diese Trainingswanderung sollte mich auf den Gendarmstien vorbereiten, den ich im Frühjahr gehen werde. Was ich dabei erlebt habe, welche Eindrücke die winterliche Ostseeküste bei mir hinterlassen hat und warum ich Travemünde weiterhin für einen der unattraktivsten Badeorte halte, erfährst du in diesem Beitrag.