Dienstag, 27. Januar 2026
Lesedauer: 9 Minuten
In den letzten Jahren ist mentale Gesundheit gerade in der IT zu einem zentralen Thema in der Arbeitswelt geworden. Immer mehr Unternehmen werben damit, psychische Belastungen ernst zu nehmen und ihre Mitarbeitenden zu unterstützen.Das ist zweifellos eine positive Entwicklung. Doch gleichzeitig beobachten viele Führungskräfte, dass mentale Probleme zunehmend als Erklärung für nachlassende Motivation oder unzureichende Leistung genannt werden. Eine Frage liegt da nahe: Handelt es sich in jedem Fall um eine ernsthafte Überbelastung oder wird das Thema mitunter auch als Entschuldigung genutzt?
Als Führungskraft in der IT-Branche habe ich diese Situation selbst erlebt und musste lernen, zwischen echter Not und vorgeschobenen Argumenten zu unterscheiden. Es ist ein heikles Terrain, das sowohl Empathie als auch klare Grenzen erfordert.
In diesem Beitrag möchte ich einen kritischen Blick auf dieses sensible Spannungsfeld werfen. Du erfährst, wie du echte Belastung von Ausreden unterscheidest und welche Rolle du als Führungskraft dabei spielst, ohne Menschen mit echten Problemen zu stigmatisieren.