Happy Birthday to me - 2026

Samstag, 14. Februar 2026
Serie Privat S8 • E3
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Quelle: Diliara Garifullina auf Unsplash

Lesedauer: 6 Minuten

Ich bin die Tage mal wieder ein Jahr älter geworden. 51. Eine Zahl, die sich irgendwie merkwürdig anfühlt. Zu alt für jugendlichen Leichtsinn, zu jung für den Seniorenteller.

Ich stehe morgens auf und merke, der Körper braucht neuerdings eine Aufwärmphase wie ein alter Diesel im Winter. Und während ich mir die erste Tasse Kaffee mache, frage ich mich, wann genau aus dem dynamischen Mittdreißiger dieser leicht knarzende Mitfünfziger geworden ist.

Aber hey, Jammern hilft nicht. Also habe ich beschlossen, diesen Geburtstag zu nehmen, wie er ist. Ein weiterer Meilenstein auf einer Reise, die zwar körperlich anstrengender wird, aber dafür mental entspannter. Und während ich so dasitze, mit meiner Gleitsichtbrille auf der Nase, muss ich schmunzeln. Denn irgendwie ist das Älterwerden eine ziemlich absurde Angelegenheit.


Die charmanten Seiten des Älterwerdens

Älterwerden ist ein bisschen wie Software-Updates. Man weiß nie genau, was sich ändert, aber irgendwas ist immer anders. Bei mir hat das letzte Jahr einige überraschende Neuerungen im Betriebssystem mit sich gebracht. Und während ich früher dachte, das betrifft nur andere, muss ich inzwischen zugeben, ich bin mittendrin in der "Alter Sack"-Phase. Und ja, ich sage das mit einem gewissen Stolz, denn wenn man schon alt wird, dann bitte mit Stil.


Willkommen in der Gleitsicht-Generation

Es fing harmlos an. Ich hielt mein Smartphone immer weiter weg, um Texte zu lesen. Nur schlechtes Licht, dachte ich. Bis der Optiker mir die bittere Wahrheit verkündete. Dann wird es wohl Zeit für die erste Gleitsichtbrille. Das Wort allein klingt schon nach Seniorennachmittag und Thermalbad. Aber was soll's, gehöre ich jetzt offiziell zur Fraktion der Menschen, die beim Treppensteigen durch die falsche Zone der Brille schauen und fast stolpern?

Tipp: Überlebensstrategien für Gleitsicht-Neulinge

Kopf langsam bewegen, nicht die Augen. Treppen mit Bedacht nehmen. Und beim ersten Date mit der neuen Brille besser sitzen bleiben, bis man sich akklimatisiert hat. Sonst endet der romantische Abend in der Notaufnahme.

Dazu kommen die Falten, die sich hartnäckig um meine Augen und auf der Stirn ansiedeln. Und dann ist da noch der Bauch, der trotz allem irgendwie wächst. Früher habe ich gegessen, was ich wollte. Heute schaue ich ein Stück Kuchen nur an, und schon legt sich ein weiterer Rettungsring um meine Hüften. Das ist unfair, aber offenbar Teil des Deals.


Wenn der Körper langsamer wird

Das Schlimmste ist aber die verringerte Leistungsfähigkeit. Ich merke es beim Wandern, beim Treppensteigen, bei allem, was früher selbstverständlich war. Der Körper braucht länger, um in Gang zu kommen und wenn er endlich läuft, will er auch schneller wieder Pause machen. Es ist, als hätte jemand heimlich die Einstellungen geändert, ohne mich zu fragen.

Zitat von Mark Twain

Das Alter hat zwei große Vorteile: Die Zähne tun nicht mehr weh und man hört nicht mehr all das dumme Zeug, das ringsum geredet wird.

Aber ich will nicht nur jammern. Denn bei aller körperlichen Veränderung gibt es auch Dinge, die besser werden. Und die haben erstaunlicherweise nichts mit dem Körper zu tun.


Was das Alter wirklich bringt

Mit 51 kennt man sich selbst einfach besser. Ich weiß inzwischen ziemlich genau, was ich will und vor allem was nicht. Ich muss niemandem mehr etwas beweisen. Das ist unglaublich befreiend. Früher habe ich mich oft verbogen, um anderen zu gefallen. Heute sage ich einfach Nein, wenn mir etwas nicht passt. Und das, ohne das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen.

Diese Selbstkenntnis ist vielleicht das Wertvollste, was das Älterwerden mit sich bringt. Ich weiß, welche Menschen mir guttun und welche nicht. Aber vorsicht. Sollte ich mich nicht mehr bei dir melden, kann das auch mit Vergesslichkeit zusammenhängen.

Ich weiß, welche Aktivitäten mir Energie geben und welche sie rauben. Und ich habe gelernt, dass es völlig in Ordnung ist, sich Zeit für sich selbst zu nehmen.

Information: Die Wissenschaft des Älterwerdens

Studien zeigen, dass Menschen ab 50 oft zufriedener mit ihrem Leben sind als in jüngeren Jahren. Der Grund sei bessere Selbstakzeptanz und realistischere Erwartungen. Das Phänomen nennt sich "U-Kurve des Glücks". An dem Punkt bin ich aber noch nicht.

Klar, der Körper nervt. Aber der Geist wird besser. Und das ist ein ziemlich guter Tausch, wenn man mich fragt.


Fazit: Ein pragmatischer Blick nach vorn

51 zu werden ist kein Grund zum Feiern, aber auch kein Grund zur Panik. Es ist einfach eine Zahl, die zeigt, dass wieder ein Jahr weniger auf der Uhr ist. Ja, der Körper macht nicht mehr alles mit. Ja, die Gleitsichtbrille ist nervig. Und ja, die Falten werden nicht weniger.

Aber gleichzeitig gibt es Dinge, die besser werden. Ich kenne mich besser, ich weiß, was ich will und ich habe in Teilen gelernt, das Leben zu nehmen, wie es kommt. Und solange ich noch wandern kann, ist alles gut. Vielleicht nicht mehr ganz so schnell wie früher, aber dafür mit mehr Gelassenheit.

Also, auf die nächsten Jahre. Mit Gleitsicht, Wanderschuhen und einer gesunden Portion Selbstironie. Denn wenn man schon alt wird, dann bitte mit Stil.


Wie gehst du mit dem Älterwerden um? Hast du auch gemerkt, dass manche Dinge schwieriger werden, während andere leichter fallen? Ich freue mich über deine Gedanken – schreib mir gerne über das Kontaktformular. Vielleicht hast du ja auch Tipps für den Umgang mit Gleitsichtbrillen oder Ideen für weitere Weitwanderungen.


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