Zeitreise durchs mobile Camping - Das Erwin Hymer Museum

Dienstag, 17. März 2026
Serie Privat S8 • E4
Google Maps Bad Waldsee
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Lesedauer: 11 Minuten

Manchmal ergeben sich die besten Ausflüge ganz ungeplant. So war es auch bei unserem Besuch im Erwin Hymer Museum in Bad Waldsee. Eigentlich waren meine Tochter und ich auf dem Heimweg von einem mehrtägigen Urlaub, als wir einen Zwischenstopp einlegten, der uns beide mehr begeisterte als erwartet.

Ein Fernsehbericht hatte meine Neugier geweckt und als ich feststellte, dass das Museum praktisch auf unserer Route Richtung Sinsheim lag, war die Entscheidung schnell gefallen.

Für meine zehnjährige Tochter, die bereits ein großer Camping-Fan ist, war der Besuch besonders faszinierend. Sie kennt die alten, spartanischen Anfänge des Campings ja überhaupt nicht und war entsprechend überrascht von den historischen Wohnwagen und Wohnmobilen. Für mich hingegen war es in weiten Teilen eher eine Zeitreise in die Vergangenheit.

Was dich in diesem Beitrag erwartet? Ich nehme dich mit auf unseren Besuch im Erwin Hymer Museum und zeige dir, warum sich dieser Abstecher auch für Familien lohnt. Du erfährst, was das Museum so besonders macht, welche Highlights uns überrascht haben und für wen sich ein Besuch besonders empfiehlt.


Kurze inhaltliche Übersicht



Anreise und erste Eindrücke im Hymer Museum

Die Anreise nach Bad Waldsee gestaltete sich völlig unkompliziert. Das Museum liegt verkehrsgünstig und ist gut ausgeschildert. Als wir ankamen, fanden wir einen nahezu leeren Parkplatz vor. Ein deutlicher Vorteil gegenüber vielen anderen Ausflugszielen, bei denen man erst einmal ewig nach einem Parkplatz suchen muss. Diese entspannte Ankunft stimmte uns schon positiv auf das, was uns erwarten würde.

Der erste Eindruck des Gebäudes war beeindruckend. Modern, einladend und deutlich größer, als ich es mir vorgestellt hatte. Meine Tochter war schon beim Betreten der Eingangshalle fasziniert von einem nagelneuen VW ID. Buzz Caravan, der im Foyer ausgestellt war.

Information: Öffnungszeiten und Eintritt

Das Erwin Hymer Museum hat - bis auf montags - täglich geöffnet. Die Eintrittspreise sind fair kalkuliert und für Familien sei erwähnt, dass der Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahr kostenlos ist! Vor Ort gibt es auch ein Restaurant, das Caravano, falls ihr eine längere Pause einlegen möchtet. Aktuelle Preise und Öffnungszeiten findet ihr auf der offiziellen Website: www.erwin-hymer-museum.de


Die Ausstellung: Geschichte des mobilen Reisens

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Das Erwin Hymer Museum ist weit mehr als eine bloße Sammlung alter Wohnwagen. Es erzählt die Geschichte des mobilen Reisens auf eine Art und Weise, die selbst Menschen ohne großes Vorwissen in den Bann ziehen kann.

Die Ausstellung ist storytelling-orientiert aufgebaut und verbindet geschickt historische Fakten mit persönlichen Geschichten von Reisenden aus verschiedenen Epochen.

Was mich besonders beeindruckte, war die liebevolle Inszenierung der einzelnen Bereiche. Jedes Exponat wurde in einen Kontext gesetzt, der die jeweilige Zeit lebendig werden lässt. Man spürt förmlich, wie sich das Reisen mit Wohnwagen und Wohnmobilen über die Jahrzehnte entwickelt hat. Von den bescheidenen Anfängen bis zu den hochmodernen Luxus-Campern der Gegenwart.


Zeitreise durch die Camping-Geschichte

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Die chronologisch aufgebaute Ausstellung führt Besucher durch mehr als 100 Jahre Camping-Geschichte. Für meine Tochter war es faszinierend zu sehen, wie Menschen schon vor vielen Jahrzehnten mit selbstgebauten Anhängern und umgebauten Autos in den Urlaub gefahren sind.

Sie kennt diese einfachen, spartanischen Anfänge ja überhaupt nicht und war begeistert von der Entwicklung zu den durchdachten Wohnmobilen unserer Zeit.

Besonders spannend fand ich die Bereiche, die sich mit den gesellschaftlichen Veränderungen beschäftigten. Das Museum zeigt nicht nur Fahrzeuge, sondern auch, wie sich die Urlaubskultur gewandelt hat. Von der Zeit, als Camping noch ein Abenteuer für Pioniere war, bis zur heutigen Ära, in der Wohnmobile mit jeglichem Komfort ausgestattet sind.

Tipp: Nehmt euch Zeit für die Details

Schaut nicht nur auf die großen Fahrzeuge, sondern auch auf die kleinen Details in den Vitrinen. Alte Campingkocher, historische Reiseführer und originale Werbeplakate erzählen oft die interessantesten Geschichten und machen die jeweilige Epoche erst richtig greifbar.


Überraschender Luxus in historischen Wohnmobilen

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Was uns beide wirklich überraschte, war der Luxus vieler historischer Wohnmobile. Meine Tochter hatte erwartet, dass die frühen Modelle eher spartanisch ausgestattet waren – ähnlich wie beim klassischen Zelten, das sie kennt. Doch tatsächlich verfügten bereits Wohnwagen aus den 1950er und 1960er Jahren über erstaunlich komfortable Ausstattungen.

Einige Exponate zeigten integrierte Küchen, Schlafbereiche und sogar Badezimmer, die für ihre Zeit absolut luxuriös waren. Meine Tochter konnte kaum glauben, dass Menschen schon damals so komfortabel campen konnten.

Es zeigte uns beiden, dass der Wunsch nach mobilem Komfort keine Erfindung der Neuzeit ist, sondern die Menschen schon immer versucht haben, ihr Zuhause mit auf Reisen zu nehmen.


Unsere persönlichen Highlights im Museum

Jeder Museumsbesuch hat seine besonderen Momente und das Erwin Hymer Museum bot uns gleich mehrere davon. Während die historischen Fahrzeuge selbst schon beeindruckend waren, gab es zwei Aspekte, die unseren Besuch zu etwas wirklich Besonderem machten und die ich jedem Besucher ans Herz legen möchte.


Fotostationen: Spaß für die ganze Familie

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Das absolute Highlight für meine Tochter und mich waren die vier Fotostationen mit verschiedenen Kulissen. Diese interaktiven Bereiche boten uns die Möglichkeit, selbst Teil der Camping-Geschichte zu werden. Jede Station hatte einen anderen thematischen Hintergrund und passende Verkleidungsutensilien, die man für Fotos nutzen konnte.

Die erste Station entführte uns nach Venedig. Die zweite Station nach Indien.Die dritte Staion an den Strand, wo wir uns mit Body Board und Schwimmweste aus vergangenen Jahrzehnten ablichten konnten. Die letzte Station versetzte uns ins Marlboro County – komplett mit Western-Accessoires und entsprechender Kulisse.

Für uns beide war dies ein riesiger Spaß. An jeder der vier Stationen ließen wir uns automatisiert fotografieren und verbrachten einige Zeit damit, die passenden Accessoires auszuwählen und in die jeweilige Rolle zu schlüpfen. Diese spielerischen Elemente lockerten den Museumsbesuch auf und machten ihn besonders für meine Tochter zu einem interaktiven Erlebnis statt einer reinen Besichtigung.

Besonders schön war, dass wir am Ausgang durch einen Raum kamen, in dem wir uns erstmals alle vier Fotos auf einer riesigen Leinwand anschauen konnten. Das war sehr lustig und ein toller Abschluss unseres Besuchs. Unsere verkleideten Versionen aus Strand, Marlboro County, Venedig und Indien nebeneinander zu sehen, brachte uns beide nochmal zum Lachen.

Link: Mehr Informationen zum Museum

Auf der offiziellen Website des Erwin Hymer Museums findet ihr weitere Details zur Ausstellung, aktuelle Sonderausstellungen und könnt Tickets im Voraus buchen: www.erwin-hymer-museum.de


Moderne Inszenierung trifft Geschichte

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Was das Erwin Hymer Museum von vielen anderen Museen unterscheidet, ist die gelungene Kombination aus moderner Multimedia-Technik und klassischer Museumspräsentation. Die Ausstellung ist nicht einfach eine Aneinanderreihung von Exponaten, sondern ein durchdachtes Gesamterlebnis.

Überall im Museum finden sich Infotafeln mit spannenden Hintergrundinformationen, ergänzt durch interaktive Bildschirme und Hörstationen. Die liebevolle Inszenierung zeigt sich in Details wie historischen Kulissen, die die Fahrzeuge in ihren jeweiligen zeitlichen Kontext setzen. Man sieht nicht nur ein Wohnmobil aus den 1970ern, sondern erlebt die gesamte Atmosphäre dieser Epoche.

Die moderne Gestaltung macht die Ausstellung besonders zugänglich für jüngere Besucher. Meine Tochter, die normalerweise bei klassischen Museen schnell das Interesse verliert, blieb die gesamten 90 Minuten interessiert dabei. Die multimediale Aufbereitung holte sie dort ab, wo sie als Digital Native zu Hause ist, während die historischen Exponate gleichzeitig Geschichten aus einer Zeit erzählten, die sie nur aus Erzählungen kennt.

Zitat von Erwin Hymer

Wer die Freiheit liebt, fährt Wohnmobil.


Praktische Informationen für deinen Besuch

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Falls du nun selbst einen Besuch im Erwin Hymer Museum planst, möchte ich dir noch ein paar praktische Hinweise mit auf den Weg geben.

Wir haben für unseren Rundgang etwa 90 Minuten gebraucht, was für uns genau die richtige Zeitspanne war. Man könnte sicherlich auch länger bleiben und noch tiefer in einzelne Themenbereiche eintauchen, aber für einen ersten Besuch mit einem zehnjährigen Kind war diese Dauer perfekt.

Den Eintrittspreis von 18€ und der kostenlose Eintritt für meine Tochter empfand ich als angemessen für das gebotene Erlebnis. Die Parksituation ist, wie bereits erwähnt, völlig entspannt. Wir hatten keinerlei Probleme, einen Platz direkt am Museum zu finden.

Vor Ort aber außerhalb der Ausstellung gibt es mit dem Caravano ein Restaurant mit Gastronomie-Angebot, falls ihr eine Pause einlegen möchtet. Wir haben dies nicht genutzt, da wir nach unserem Rundgang direkt weiterfahren wollten, aber es ist gut zu wissen, dass die Option besteht.

Tipp: Kombiniert euren Besuch

Das Erwin Hymer Museum liegt verkehrsgünstig und lässt sich gut mit anderen Ausflugszielen in der Region kombinieren. Wir haben unseren Besuch auf der Fahrt vom Stubaital zum Technikmuseum Sinsheim eingebaut. So wird aus einer längeren Autofahrt ein spannender Reisetag mit mehreren Stationen.


Fazit: Lohnt sich das Erwin Hymer Museum?

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Nach unserem Besuch kann ich sagen, dass das Erwin Hymer Museum definitiv einen Abstecher wert ist. Was ich besonders schätzte, war die Tatsache, dass das Museum sowohl für Camping-Enthusiasten als auch für Menschen ohne große Vorkenntnisse interessant ist.

Für meine Tochter, die Campen liebt, war es eine tolle Möglichkeit, mehr über die Geschichte ihrer Leidenschaft zu erfahren und zu sehen, wie die spartanischen Anfänge aussahen, die sie ja so nicht kennt.

Für mich persönlich bot der Besuch eine spannende Zeitreise durch die Entwicklung des mobilen Reisens, die zeigte, wie vielfältig und komfortabel Camping schon früh sein konnte.

Besonders empfehlen würde ich das Museum Familien mit Kindern ab etwa acht Jahren, Camping-Begeisterten, die eine Zeitreise durch die Geschichte ihres Hobbys unternehmen möchten und allen, die sich für Technik- und Kulturgeschichte interessieren. Die moderne Inszenierung, die interaktiven Elemente und die liebevolle Gestaltung machen den Besuch zu mehr als nur einer klassischen Museumsbesichtigung.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus unserem Besuch sind, dass das Museum eine perfekte Balance zwischen Bildung und Unterhaltung bietet, die Fotostationen für zusätzlichen Spaß sorgen, die Geschichte des Campings überraschend vielfältig und spannend ist und selbst historische Wohnmobile bereits erstaunlichen Luxus boten. Für uns war es ein gelungener Zwischenstopp, der unsere Reise bereichert hat – für meine Tochter als spannende Entdeckung der Camping-Geschichte, für mich als interessante Zeitreise.


Du warst selbst schon im Erwin Hymer Museum oder planst einen Besuch? Oder hast du vielleicht eigene spannende Camping-Geschichten zu erzählen? Ich freue mich über deine Gedanken und Erfahrungen! Schreib mir gerne über mein Kontaktformular – ich bin gespannt auf deine Rückmeldung!


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