Duinrell und Tikibad: Ein enttäuschender Ausflug

Dienstag, 14. April 2026
Serie Privat S8 • E5
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Lesedauer: 10 Minuten

Der Freizeitpark Duinrell in Wassenaar gehört zu den bekanntesten Freizeitzielen der Niederlande. Mit seinem weitläufigen Park und dem berühmten Tikibad zieht er jedes Jahr zahlreiche Familien aus der ganzen Region an.

Als meine Tochter und ich spontan die Chance hatten, auf unserer Rückreise aus dem Urlaub vorbeizuschauen, war die Neugier groß. Aber hat sich der Abstecher auch gelohnt?

In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf unseren Ausflugstag nach Duinrell. Von der nervenaufreibenden Anreise aus Dortmund über die einzelnen Attraktionen bis hin zum völlig überlaufenen Tikibad teile ich meine ehrliche Meinung, ungefiltert und direkt aus dem Leben.


Kurze inhaltliche Übersicht



Ich schreibe diesen Beitrag, weil ich glaube, dass ehrliche Erfahrungsberichte mehr wert sind als glattpolierte Hochglanz-Rezensionen. Wenn du mit deiner Familie einen Ausflug nach Duinrell planst, solltest du vorher wissen, was dich erwartet und was eben nicht.

Auf der Rückreise aus dem Urlaub hatte meine Tochter den spontanen Wunsch geäußert, ob wir nicht noch einen Tag im Duinrell Freizeitpark verbringen könnten. Die Route passte, also hängten wir einen Urlaubstag ran. Was dann folgte, war ein langer, anstrengender und am Ende frustrierender Tag, an dem wirklich schön nur eines war, die intensive, ungeteilte Zeit mit meiner Tochter.


Die Anreise war Stress pur auf der Autobahn

Schon bevor wir überhaupt den Freizeitpark betreten hatten, war der Tag alles andere als entspannt. Die Anreise von Dortmund nach Wassenaar ist mit dem Auto rein entfernungstechnisch gut zu bewältigen. Was mich aber wirklich auf die Probe gestellt hat, war eine kurzfristige Autobahnsperrung wegen einer Tagesbaustelle und vor allem die Fahrweise vieler niederländischer Verkehrsteilnehmer.

Ich bin viel gefahren in meinem Leben, aber die rücksichtslose und teils verkehrsgefährdende Art, wie dort auf der Autobahn agiert wurde, hat mich ehrlich gesagt erschreckt. Dichtes Auffahren oder Einscheren, waghalsige Überholmanöver und kaum Rücksicht auf andere Fahrer waren kein schöner Einstieg in den Ausflugstag.

Das Parken am Duinrell selbst war auch aufgrund unserer frühen Ankunft dann immerhin kein Problem. Plätze gab es genug, wenngleich auch das Parken nicht gerade günstig war. Aber nach der stressigen Fahrt war ich froh, einfach endlich aus dem Auto raus zu sein.

Hinweis: Anreise gut einplanen

Wer aus Deutschland in den Duinrell Freizeitpark reist, sollte die Fahrt nicht auf die leichte Schulter nehmen. Besonders auf niederländischen Autobahnen kann die Fahrweise anderer Verkehrsteilnehmer für Ungewohnte sehr überraschend sein. Plane Puffer ein und fahre ausgeruht los.


Duinrell und die Attraktionen im Überblick

Duinrell wirbt mit einer bunten Mischung aus Fahrgeschäften für verschiedene Altersgruppen. Die Realität sah an unserem Besuchstag allerdings ernüchternder aus. Vieles war entweder zu extrem, zu langweilig oder mit langen Wartezeiten verbunden und das Verhältnis zwischen dem, was der Park verspricht und dem, was er tatsächlich liefert, hat mich mal überhaupt nicht überzeugt.


Dragonfly und Mad Mill

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Wenn ich ehrlich bin, waren Dragonfly und Mad Mill die einzigen Attraktionen, die wir beide als halbwegs in Ordnung empfunden haben. Nicht überaus spektakulär, nicht außergewöhnlich, aber zumindest solide und ohne negative Überraschungen.

Der Dragonfly dreht seine ruhigen Runden und der Mad Mill schaukelt einen ordentlich durch, ohne dabei das Herz in die Hose zu jagen. Man merkte deutlich die Flieh- und Beschleunigungskräfte, aber meine Tochter hatte dort ihren Spaß und das zählte in dem Moment mehr als alles andere.

Ich konnte kurz durchatmen, die Situation genießen und einfach zuschauen, wie sie ihren Spaß hatte. Wer klassische Fahrgeschäfte ohne großen Anspruch sucht und einfach nur eine entspannte Runde drehen möchte, wird hier zumindest nicht enttäuscht.


Falcon war nichts für jüngere Kinder

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Den Falcon hatte meine Tochter sich im Vorfeld vielleicht erträumt, aber als wir dann tatsächlich davor standen, war die Ernüchterung schnell da. Die Anlage wirkt mächtig und einschüchternd, und für ein 10-jähriges Mädchen, das noch kein hartgesottener Achterbahnfan ist, war das schlicht zu extrem.

Ehrlich gesagt aber auch für mich! Wir haben auf den Versuch einer Fahrt verzichtet und ich bin im Nachhinein froh darüber. Manchmal ist Verzicht die klügste Entscheidung.

Wer mit jüngeren oder ängstlicheren Kindern nach Duinrell kommt, sollte sich vorab bewusst machen, dass der Falcon kein Familienspaß ist. Er ist eine ausgewachsene Stahlachterbahn für Adrenalinjunkies und hat mit einem entspannten Familienausflug wenig gemein.

Tipp: Attraktionen vorab prüfen

Schau dir vor dem Besuch auf der Duinrell-Website die Mindestgrößen und Intensitätsstufen der einzelnen Fahrgeschäfte an. Gerade für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren ist das Angebot überschaubarer als man denkt, da einige Highlights für diese Altersgruppe einfach noch nicht geeignet sind.


Wild Wings, Aqua Swing und die Rodelbahn

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Wild Wings klang vielversprechend und weckte im Vorfeld durchaus Erwartungen, entpuppte sich für uns aber als eine ziemlich lahme Angelegenheit. Die Fahrt war weder aufregend noch besonders schön anzusehen und wir waren uns beide schnell einig, dass man sich das hätten sparen können.

Der Aqua Swing war da schon etwas besser, solides Mittelfeld eben, nicht mehr und nicht weniger. Er erfüllt seinen Zweck, hinterlässt aber auch keinen bleibenden Eindruck.

Am meisten hatte ich mir von der Rodelbahn versprochen, denn Rodelbahnen machen eigentlich immer Spaß. Zumindest in der Theorie. In der Praxis warteten wir ewig in der Schlange, nur um dann eine Fahrt zu erleben, die gefühlt langsamer war als ein gemütlicher Spaziergang. Das Verhältnis stimmte einfach nicht. Man gibt seine Zeit und Nerven hin und bekommt dafür eine Fahrt, die in unter einer Minute vorbei ist, mit einem Tempo, das selbst meine Tochter nur müde belächelte.

Wer wie wir die Sommerrodelbahn in der Tolkschau kennt, weiß, was eine ordentliche Rodelbahn leisten kann. Gemessen daran war das hier eine echte Enttäuschung.


Das Tikibad war ein Erlebnis zum Vergessen

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Das Tikibad in Duinrell ist wohl der bekannteste Teil des Parks, ein riesiges Hallenbad mit Wasserrutschen, Wellenbad und tropischer Atmosphäre. Zumindest in der Theorie. In der Praxis war unser Besuch dort der absolute Tiefpunkt des Tages und das will bei unserem Ausflug schon etwas heißen.

Das Tikibad war maßlos überfüllt. Die Anzahl der Besucher stand in keinem gesunden Verhältnis zur Fläche, Kapazität und der Anzahl der sichtlich bemühten Rettungsschwimmer. Überall Menschen, kaum Platz im Wasser, an den Rutschen und auf den Wegen.

Was mich dabei aber wirklich besorgt hat, war nicht nur der fehlende Komfort, sondern die echte Gefahr, die durch diese Überfüllung entstand. Kinder, die sich drängen, rutschige Böden und kein Überblick sind kein Spaß mehr, das ist fahrlässig.

Dazu kam, dass freie Schließfächer für die eigenen Sachen kaum vorhanden waren. Wir standen lange mit unserer Tasche und hatte schlicht keine Möglichkeit, unsere Wertsachen sicher wegzuschließen.

Und der Lärmpegel in der Halle war ohrenbetäubend. Nicht einfach laut, sondern wirklich physisch unangenehm laut. Ein Gespräch war kaum möglich und selbst meine Tochter, eine Wasserratte, hat irgendwann einfach genug.


Eintritt, Parken und Gastronomie

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Lass mich auch über die Kosten sprechen, denn die sind ein nicht unwichtiger Teil des Gesamtbildes. Der Eintritt für Duinrell inklusive Tikibad ist in meinem Empfinden maßlos überteuert, zumindest in Relation zu dem, was man dafür bekommt.

Wenn ein Park schon so viel kostet, hat man als Besucher berechtigte Erwartungen, die bei uns schlicht nicht erfüllt wurden. Zwei bis vier Fahrgeschäfte, die auch nur ansatzweise geeignet waren und dann noch jede Menge andere Attraktionen wie eine Spielhalle und ähnliches, die aber allesamt extra kosteten.

Das Parken war wie gesagt kein logistisches Problem, aber ebenfalls nicht günstig. Und das Essen? Wir haben uns Pommes gegönnt, die tatsächlich in Ordnung waren, ganz solide. Aber auch die waren gemessen am Preis eher auf der teuren Seite. Im Freizeitpark ist man natürlich immer in einer Preisfalle, aber das hier hat das übliche Maß für meinen Geschmack nochmal übertroffen.

Information: Duinrell Eintrittspreise

Die Eintrittspreise für Duinrell variieren je nach Saison und Kombipaket mit dem Tikibad. Es empfiehlt sich, vorab online zu buchen, da das in der Regel günstiger ist als an der Tageskasse. Trotzdem solltest du dich auf einen nicht unerheblichen Betrag pro Person einstellen.


Fazit – lohnt sich Duinrell?

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Ich möchte fair bleiben, denn Duinrell ist kein schlechter Park per se. Für sehr kleine Kinder unter 6 Jahren und Familien, die das Tikibad an einem ruhigen Wochentag außerhalb der Saison besuchen, mag das Erlebnis ein ganz anderes sein. Aber für uns, mit einer 10-jährigen Tochter, an einem vollen Besuchertag, war es eine Enttäuschung auf ganzer Linie.

Die Attraktionen sind überschaubar, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nicht, das Tikibad war überfüllt bis zur Gefährlichkeit und die Anreise aus Deutschland zehrt zusätzlich an den Kräften. Was bleibt, ist die intensive, ungeteilte Zeit mit meiner Tochter und die war schön. Aber dafür brauche ich keinen Freizeitpark für das Geld.

Meine klare Empfehlung lautet daher, dass Familien mit Kindern im Grundschulalter, die aus Deutschland anreisen, sich gut überlegen sollten, ob Duinrell wirklich die beste Option ist. Es gibt Alternativen, die mehr bieten, für weniger Geld, weniger Stress und mehr Freude.


Hast du ähnliche Erfahrungen mit Duinrell oder anderen Freizeitparks gemacht? Oder planst du einen Besuch und hast noch Fragen? Ich freue mich über deine Nachricht und du kannst mir gerne über mein Kontaktformular schreiben. Ich antworte so ehrlich, wie ich auch diesen Beitrag geschrieben habe.


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