No Happy End

22.01.2018 | Escheburg
Der Traum ist ausgeträumt. Auch in diesem Jahr wird die Mannschaft der Super Bowl Gastgeberstadt nicht am Super Bowl teilnehmen. Nachdem es die Minnesota Vikings im 1/4-Finale mit einem Touchdown in allerletzter Sekunde noch in die Conference Finals geschafft hatten und die Football-Welt über diesen Last-Minute-Coup total aus dem Häuschen war, ging es nun gestern im NFC-Finale gegen das beste Team der regulären Saison.

Und das war recht schnell zu sehen, denn die Philadelphia Eagles zeigten den tapferen Vikingern ziemlich schnell, wie man richtig guten Football spielt. Während die Defense den Angriff immer wieder so stark unter Druck setzte, dass es einige Interceptions und nur wenig Raumgewinn gab, zeigte die Offense, wie man eiskalt Raumgewinne erzielt und in reichlich Punkte umsetzt. So stand es am Ende 38:7 und die Eagles stehen nach dieser Klatsche mehr als verdient im Super Bowl.

Im vorher ausgetragenen AFC-Finale standen sich die Jacksonville Jaguars und die Titelverteidiger New England Patriots gegenüber. 3/4 des Spiels sah es dabei nach einem Sieg der Jaguars aus. Dann übernahm Tom Brady als Quarterback der Pats die Kontrolle im vierten Viertel und führte sein Team letztlich mit einem unglaublich guten Pass- und Laufspiel zum Sieg. Verdient oder nicht verdient? Mir als Pats-Fan ist das egal!

Sicher ist aber, dass beim Super Bowl LII am 4. Februar 2018 zwei extrem gute Teams gegeneinander antreten werden. Ich bin mega gespannt, ob sich The goat, wie Quaterback-Legende Tom Brady genannt wird, bei seinem neunten Super Bowl Auftritt gegen das beste Team der regulären Saison seinen 6. Titel holt...

Bad Manners live

20.01.2018 | Hamburg

Als ich Mitte November im Monkeys Music Club zum Ska Festival war, wurde ich auf das Konzert der alten Ska-Band Bad Manners im gleichen Club aufmerksam. Nachdem es erst wochenlang keine Tickets gab, war die Veranstaltung plötzlich ausverkauft. Trotzdem machte ich mich gestern Abend auf den Weg nach Altona in den Monkeys Music Club, in der Hoffnung noch ein Last-Minute-Ticket zu ergattern.

Als ich den Monkeys Music Club nun gestern Abend recht spät betrat, war ich mir unsicher, ob ich nicht schon zu spät war. Beginn sollte ja 20:00 Uhr sein und da kann gegen 22:00 Uhr schon alles vorbei sein. Ich traf Torsten wieder, den ich auf dem Ska Festival kennengelernt hatte. Er klärte mich schnell auf, denn ich hatte ein perfektes Timing an den Tag gelegt. Die grauenhafte Vorband hatte ich verpasst und der Main-Act sollte jede Minute auf die Bühne kommen.

Und dann war der große Moment da und ein lang gehegter Traum erfüllte sich für mich. Die Band betrat in Shorts die Bühne und fing direkt an zu spielen. Der Frontman Buster Bloodvessel musste dabei erstaunlicher Weise gar nicht einheizen, denn die Menge tobte oder besser gesagt skankte von Anfang an! Geile Stimmung! Sie spielten all die bekannten Lieder wie My Girl Lollipop, Lip Up Fatty, Special Brew oder den Can Can und es ging dabei mächtig die Luzi ab!

Eines hat mich aber doch zunächst sehr irritiert! Als ich den Monkeys Music Club betrat, war das ein unerwartet anderes Publikum als beim Ska Festival. Irrsinnig viele Glatzen bzw. Skinheads! Jetzt mag der eine oder andere sich am Kopf kratzen und fragen: Ist der Schneider jetzt ins rechtsradikale Lager abgerutscht?! Dazu erst einmal ein klares NEIN von mir und der Hinweis für euch, dass es nicht nur rechtsradikale Skinheads gibt. Die hier anwesende Gruppierung gehört der SHARP-Bewegung an. Wie mir Torsten mitteilen konnte, sind die Bad Manners gerade bei den SHARP-Skins sehr beliebt.

Ich kann resümierend nur sagen, dass es ein spaßiger, sportlicher und friedlicher Abend mit einem absolut geilen und lohnenswerten Live-Act war! Ich verließ die Location ordentlich verschwitzt und nicht nur das erinnerte mich an Waltons-Konzerte...
WAS ICH NOCH ZU BIETEN HABE